Die Gemeinde - Die Waldkirche

Die Kirchenfenster

Sie wurden von Kunstmahler Reinhard Fritz, in Abspreche mit dem Architekten und dem Bauherrn, entworfen. Hergestellt wurden die Fenster, nach Auftrag vom 22.05.1954, von der Firma Jos. P. Bockhorni aus München. Leider gibt es kein Datum/Zeitraum wann die Fenster eingesetzt wurden.

Das Westfenster soll dem Kirchenbesucher noch einmal sein Leben, begleitet von der Kirche, vor Augen halten.

 

Die Taufe
"Taufet sie"
Die Konfirmation
"Seid getreu!"
Die Trauung
"Folge mir nach!"
Das Alter
"Bringet Frucht!"
Die Auferweckung
"Wachet auf!"

Die Glocken

Sobald bekannt wurde, daß die geplante Kirche einen Dachreiter mit Glockenstuhl erhalten würde, begannen Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde für die Anschaffung von Glocken zu sparen und zu sammeln. Spenden für ein "Glockenkonto" begleiteten von da an alle gemeindlichen Veranstaltungen.

Drei Jahre nach Fertigstellung der Kirche war es so weit: Glockengießerei Erdinger unter Karl Czudnochowsky wurde beauftragt, eine große B-Glocke und eine kleinere Des-Glocke zu gießen und nach Abnahme und Überführung im Glockenturm unserer Kirche zu montieren. Die Glockentöne wurden durch den Glockensachverständigen Prof. Friedrich Högner in Abstimmung mit den Glocken der umliegenden Kirchen festgelegt. Eine kleine Abordnung der Gemeinde konnte den Glockenguß in Erding miterleben und war tief beeindruckt. Am 26. September 1957 brachten zwei Monteure der Glockengießerei auf einem offenen Lastwagen die beiden Glocken nach Lenggries zum Sportplatz an der Urtlmühle. Die Firma Schwarzenberger aus Lenggries stellte alles zur Verfügung, was gebraucht wurde, um die beiden glänzenden Kostbarkeiten auf einen Pritschenwagen umzuladen. Mit Blumen und Girlanden gestalteten die Gemeindeglieder, Frau Nonnenmacher, Frau Haude, Frau Dittrich, Herrn Track und Herrn Lohn. einen richtigen Glocken-Festwagen.

Am Abend war die ganze Gemeinde, besonders die Jugend eingeladen, in einem Fackelzug den Glockenwagen von der Urtlmühle bis zur Kirche zu begleiten. Bei strömendem Regen wurden die Glocken auf dem Kirchenvorplatz im Rahmen einer kleinen gottesdienstlichen Feier in Empfang genommen.

Der Aufzug der Glocken am nächsten Morgen war schwierig und spannend. Auf einer Art Rutsche aus parallel gelegten Baumstämmen wurden die Glocken außen über das Dach bis unter den Dachreiter gezogen. Nur auf Dachleitern stehend, bauten die beiden Monteure zuerst die kleine, dann die große Glocke in dem engen Glockenstuhl ein. Klöppel hochgetragen und eingehängt, Glockenseile eingerichtet, Töne angeschlagen,- viele Zuschauer verfolgten staunend die großartige Leistung.

In einem Festgottesdienst am Sonntag, den 29. September 1957 nahm Pfarrer Dr. Wunsiedler aus Bad Tölz die Weihe der Glocken vor. Die große Glocke wurde aufgerufen , die Botschaft ihrer Inschrift "Ehre sei Gott in der Höhe" ins Land hinauszutragen. Entsprechend ihrer Inschrift "Friede sei mit euch" soll die kleine Glocke mit ihrem hellen Klang die Nähe und Zuwendung Gottes verkünden. Dann ertönte zum ersten Mal das volle Geläut, das von nun an das Leben der Gemeinde begleiten sollte.

Am selben Tag traf man sich noch einmal zu einem Gemeindenachmittag. Die Teilnehmer am Glockenguß in Erding erzählten von ihrem Erlebnis. Eine Lichtbildserie "Wie unsere Glocken entstehen" vertiefte den Eindruck: Unsere Glocken sind ein wahrer Schatz!

Text: Hans Pfalzer (28.03.2010)

Glocke 1:

Name: "Jugendglocke" für die Jugend

Gewicht: 200kg
Schlagton: b´
Durchmesser ca. 70cm
Eingeprägter Text: "Friede sei mit Euch!"

Glocke 2 (auch Abendmahlsglocke):

Name: "Große Glocke" für die Gemeinde

Gewicht: 350kg
Schlagton: des´´
Durchmesser: ca. 84cm
Eingeprägter Text: "Ehre sei Gott in der Höhe"

Das Kreuz in der Kirche

Von 1954 bis 1974 war es ein stehendes (370cm hohes), nach vorne geneigtes, gebeiztem Fichtenholz-Kreuz, mit eingelassenem goldenen Kreuz beschlagen war.
Dieses Kreuz wurde nach plänen von Architekt Franz Alfred Gürtner aus München angefertigt.
Das Kreuz sollte zusammen mit dem blockartigem Steinaltar der Mittelpunkt, um den sich die Gemeinde schart bilden. Das Kreuz wird durch den Orgelprospekt wie von Flügeln eingerahmt.

Seit 1974 bis 2010, ist ein frei schwebendes gleicharmiges Holzkreuz über dem Altar befestigt.
Geplant von Architekt Prof. Franz Riepl aus Graz, angefertigt durch Herrn Demmel sen. und Pfr. Burghard Siede.

Seit 2010 bis heute, ist ein stehendes dünnes Kreuz in Altarraum zu finden.

Die Orgel

Das Kreuz wird durch den Orgelprospekt (hinter dem Altar und dem Kreuz) wie von Flügeln eingerahmt, musste die Orgel eine elektrische Traktur erhalten. Der Spieltisch befindet sich hinter der einspringenden Mauer (vorderes Seitenfenster).
Die Orgel wurde von der Firma G.F. Steinmeyer & Co. aus Öttingen (Bayern) nach einen Angebot vom 24. Februar 1954 ausgeführt. Die Registrierung erfolge durch Prof. Friedrich Högner.

Der Altar

befindet sich in Aufarbeitung.

Die Falttür

Bis 1975:
Die 4-flüglige Falttür trennte den Gemeindesaal von dem Kirchensaal in ganzer Höhe und selte so eine einfache Erweitrung des Kirchensaals da. Die 4 Holzreliefs des Kunstmahlers Reinhard Fritz aus München stellt die Gemeinde dar, für die die Kirche gebaut wurde.
Flüchtlinge - Kriegsheimkehrer - Bombengeschädigte - Vertriebene
Über dem Durchgang standen folgende Worte: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid".


Von 1975 bis 2008:
Beim Umbau der Waldkirche in den Jahren um 1975 wurden die Türen abgeschnitten und in herausnehmbare Tafeln umgebaut. Der untere Teil des Durchgangs wurde aufgemauert, was die Öffnung erschwert und den Gemeindesaal zur Kirche nur noch begrenzt öffnet.
Ebenfalls wurde der Schriftzug über den Durchgang entfernt.


ab 2008:
Die 4-flüglige Falttür wurde zurückgebaut.

Das Mosaik am alten Eingang

Bis 1975:
Schmückte ein Mosaik den Boden am alten Eingang. Das Mosaik wurde von Künstler Herr Woldeflach angefertig, der noch vor der Einweihung verstarb.
Das Mosaik zeigte Erzengel Michael wie er einen bösen Drachen abwehrt.

1975 wurde das Mosaik beim Umbau der Waldkirche überbaut oder entfernt.